Donnerstag, 10. November 2011

Ewigkeitsbüro IV: Individuelle Handlungen und strukturelle Veränderungen

Das zentrale und teils hitzig diskutierte Thema dieses Ewigkeitsbüros war die Frage nach dem Sinn individuellen Handelns versus der Notwendigkeit zu strukturellen Veränderungen. Klaus Meiners vertrat dezidiert die Meinung, "mit guten Worten und gut Zureden allein funktioniert es nicht".


Einer der Teilnehmer des Ewigkeitsbüros, Hermann Josef Pilgram, sekundierte deutlich. - Großes Vertrauen in die Einsicht der Menschen weisen die Klimakämpfer der Stadt nach 20 und mehr Jahren des Abnutzungskrieges offenkundig nicht mehr auf.



Wir wollen natürlich trotzdem lieber an mündige Mitglieder einer Bürgergesellschaft glauben - oder zumindest annehmen, wenigstens unsere Zuschauer seien dies, jedenfalls nach dem Besuch von Ein Jahr für die Ewigkeit: Sie wissen schon, Theater als moralische Anstalt, Katharsis, ζον πολιτικόν undsoweiter. An dieser Stelle sei einmal kräftig mit Kant, Schiller und Aristoteles gewunken, und vielleicht können wir uns darauf einigen: Die Menschen in Aachen müssen entweder mit administrativen Maßnahmen oder mit Theaterbesuchen zu Verhaltensänderungen bewegt werden. Woraus sich unsere Forderung ableitet: Theaterkarten für Alle!

Hermann Josef Pilgram betonte, es reiche eben nicht aus, die Vernunft anzusprechen, man müsse die Menschen auch emotional erreichen. Erst, wenn die Solaranalage auf dem Dach ein genauso schickes Thema werde wie das Auto, das man fahre, werde sich das Verhalten ändern. Wir nennen das: Klima ist cool, und: Wir müssen sexy bleiben.

(Fortsetzung des Berichts über das Ewigkeitsbüro IV hier).

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